Ich nehm' mir 'nen Strick... ;-)

Alles gut, ich hege keinerlei suizidale Gedanken. ;)

Ärgere mich manchmal nur über diese wirklich billigen Kameragurte, die selbst Kamerabodys der Profiklasse beiliegen. Der erste Gedanke war, einfach etwas anderes zu kaufen, was nicht ganz so übel aussieht und womöglich auch noch meine Anforderungen an Funktionalität erfüllt. Die besteht nur daraus, dass man den Gurt schnell abnehmen bzw. austauschen kann.

Gibt es, aber wenn man keine billigen Plastikschnallen oder drittklassiges Gurtband haben will, dann wird das teuer. Bestimmt gar nicht mal, weil das Material (bei industrieller Fertigung) noch teuer wäre, sondern weil die meisten Kamerabesitzer ganz einfach bereit sind zu zahlen- und nachdem man einen satten, vierstelligen Betrag für Kamera und Objektive hingeblättert hat, sitzen Beträge unter einem Hunderter bei manch einem eher locker in der Geldbörse.

Kurzum, nachdem ich mir mal genauer angesehen hatte, was denn ein geeignetes paar Haken so kostet, nämlich zwischen 2.- und 4,50 € im örtlichen Baumarkt mit "B", war dann auch schnell klar, dass ich es mal selbst probieren würde.

Material für den Gurt selbst hatte ich als Segler natürlich ohne Ende liegen, Kabelbinder auch und das war es dann auch schon. Habe mir dann noch einen Meter Schrumpfschlauch bei ebay bestellt, um die Enden etwas gefälliger aussehen zu lassen.

Was mein Gurt nicht kann, wie auch übrigens einige Exemplare im Handel, ist eine Verstellbarkeit der Länge. Nach über 30 Jahren weiß man aber auch so ungefähr, wie lang der Gurt sein muß. Ich habe mir für meine Hauptkamera gleich 2 Stück gemacht, einer ist für den Winter und entsprechend dicke Klamotten, etwas länger.


Also los gehts: erstmal baucht man ein Tüddelband von 6-12mm Stärke. Da ist an sich auch völlig egal was man nimmt, Hauptsache stabil und wenn es auch noch gut aussieht.... wer es gerne bunt mag sollte vielleicht mal nach Reepschnüren aus dem Alpinsport schauen, die gibts in jeder Menge verschiedener Ausführungen und preislich noch ok. Ich habe mir mehrere alte Schoten von meinem Boot gegriffen, jeweils 1,5m abgesäbelt und gut.

Wenn man derlei Seile schneidet ist es übrigens ratsam, erstmal etwas Tape um die Schnittstelle herum aufzukleben, dann fransen die offenen Enden nicht sofort aus.

Kameragurt selbst basteln: Zuschnitt
Selfmade Kameragurt

Nachdem wir die endgültige Länge festgelegt haben einfach mal das Konstrukt um den Hals legen und prüfen. Wenn gut, dann ziehen wir über das/die Ende/n ERSTMAL DEN SCHRUMPFSCHLAUCH, das könnte sonst eventuell schwierig werden.

Kameragurt Eigenbau: Schritt 2
Robusten Kameragurt selbst machen

So, nun noch das Seil durch die Haken und das lose Ende jeweils mit kleinen Kabelbinden fixieren. Wohlgemerkt klein, sonst hat man nachher solche riesigen Bobbel am an den Enden. Man könnte das Seil auch mit den Kabelbinden oder Tape fixieren und dann kleben, aber ich hatte keinen brauchbaren Kleber zur Hand.

Kameragurt im Selbstbau: Schritt 3
DIY Kameragurt

Dann den Schrumpfschlauch drüber...

Kameragurt im Eigenbau: letzter Schritt vor dem "versiegeln"
DIY Kameragurt

...und dann mit dem Heißluftföhn etwas einheizen.

Kameragurt wird mit Schrumpfschlauch überzogen
Kameragurt Eigenbau

Zack und fertich! So einfach kann das sein, Materialkosten, selbst wenn man etwas Tüddelband kaufen muß, unter 5.- Euro.

Zwei selbstgemachte Kameragurte
Kameragurt Eigenbau, zwei Ausführungen

Sicherlich kann man das alles noch eleganter lösen, aber mir langt es auch, wenns praktisch ist. Und das Gute an selbstgebastelten Lösungen ist ja, dass man den Kram dann auch selbst reparieren oder modifizieren kann. 👍🏻

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